Ambrosia bei PRAXIS CAFM im Schloss zu Schwetzingen

Dennis Diekmann erläutert den guten Sinn eines standardisierten digitalen Datenmanagements bei PRAXIS CAFM am 28. und 29. Juni 2017 im Schloss zu Schwetzingen. Foto: Ambrosia

Unter dem Titel PRAXIS CAFM 2017 fand am 28. und 29. Juni im Schloss zu Schwetzingen ein Kongress statt, veranstaltet von GEO 12 GmbH und TOL GmbH. Tatsächlich gibt es auch über 20 Jahre nach Einführung von CAFM im deutschsprachigen Markt ganz aktuell großen Orientierungs- und Diskussionsbedarf zum Einsatz dieser IT-Sparte. Aber welches waren denn die maßgeblichen Themen, die der Branche zu Einsatz und Nutzen von CAFM heute besonders unter den Nägeln brennen? Wir fragten Eva Reckmann, Leiterin Unternehmensentwicklung Vertrieb bei der Ambrosia, selber Referentin bei diesem Event.

Eva Reckmann: „Der Titel von PRAXIS CAFM war Programm. Konkrete Erfahrungen bei den verschiedenen Wegen für die Planung, Einführung und den Ausbau von CAFM standen im Fokus. Kernthemen für Anwendung und Nutzen bezogen sich u.a. auf die Schärfung des Bewusstseins für Betreiberverantwortung und die Schaffung vorbeugender Kontrolle mit Hilfe von CAFM. Denn erst die in einem CAFM-System erfassten und gepflegten Stammdaten – etwa von technischen Anlagen – bilden die valide Grundlage, um der Betreiberverantwortung gerecht zu werden. Deutlich wurde aber auch, dass dazu die relevanten Prozesse auch digital sinnvoll und praxisgerecht definiert sein müssen. Letztlich wurde immer wieder betont, dass erst ein durchdachtes und konsequent eingehaltenes Projektmanagement die Basis bei der Implementierung von CAFM-Systemen bildet, auf dessen Grundlage dann später vielfältiger Nutzen generiert werden kann.“

Sie selber und auch Ihr Kollege, Dennis Diekmann, bei der Ambrosia verantwortlich für den Bereich compliance & services, haben ja die Themen „Gesetzliche Anforderungen bei der Betreiberverantwortung“ sowie „Normierungen und Standards“ vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Welche Unterstützung kann denn gerade CAFM in diesem Zusammenhang bieten? Und wie ist denn die Bedeutung von Standards einzuschätzen, haben doch viele Verantwortliche für das Datenmanagement sehr individuelle Strukturierungswünsche?

Eva Reckmann: „Wir kennen einen großen Teil der durch GEFMA 444 zertifizierten CAFM-Produkte. Denn eine unserer Kernkompetenzen besteht ja in der Beratung bei der Auswahl und Einführung von CAFM in verschiedensten Branchen. Dabei ist die Umsetzung von Betreiberverantwortung mit CAFM als das geeignetste Werkzeug einer der häufigsten Anlässe für die Beschaffung und Einführung. Die meisten CAFM-Hersteller haben das Thema auch erkannt und unterstützen mit ihrer Software z. B. die Fülle der aktuellen Handlungsanweisungen, die aus den gesetzlichen Vorgaben resultieren und helfen, die vielfältigen Maßnahmen im Blick zu behalten. Dieses gelingt aber umso besser, je eher die Verantwortlichen bereit sind, sich bekannter und anerkannter Standards zu bedienen, wenn es um die Datenstruktur und die Attributierung der Objekte geht. Das hilft beispielsweise beim Austausch relevanter Daten mit Dienstleistern oder Sachverständigen, aber auch organisationsintern. Dabei sollte zudem stets darauf geachtet werden: Weniger ist oft mehr. Es sollten nur die Attribute digitalisiert werden, die auch wirklich in der Praxis benötigt werden, da der Aufwand zur Datenpflege sonst nicht handhabbar bleibt.“

Die Ambrosia ist als Beratungs- und Serviceanbieter entlang des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden und technischen Anlagen aufgestellt. Welchen Beitrag aber kann sie gerade in diesen beiden Themenbereichen leisten? Eva Reckmann: „Unsere Mitarbeiter haben viele Jahre lang selber in verschiedensten Projekten – etwa von Krankenhäusern, Flughäfen oder der Industrie – mit CAFM gearbeitet, da wir ursprünglich aus dem Projektmanagement für Facility Management und der digitalen Datenerfassung kommen. Seit vielen Jahren beraten wir FM-Verantwortliche als systemunabhängiger Implementierungspartner bei der Auswahl und Einführung von CAFM. Zugleich haben wir eine Expertise im Bereich Betreiberverantwortung und wirken über den Branchenverband für die Digitalisierung des Immobilienbetriebs, CAFM RING e. V., selber maßgeblich auf die notwendige Standardisierung ein – das gilt insbesondere für CAFM-Connect auf Basis des international anerkannten Standards von IFC / buildingSMART e. V.“

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